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		<title>Umfragen: Iowa und New Hampshire</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 10:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kasadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umfragen - Vorwahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Iowa Obama (D) 28%, Clinton (D) 26.4%, Edwards (D) 22.1% Huckabee (R) 29.6%, Romney (R) 23.4%, Giuliani (R) 10.4% New Hampshire Clinton (D) 33.4%, Obama (D) 25.4%, Edwards (D) 15.2% Romney (R) 32.4%, McCain (R) 17.2%, Giuliani (R) 16.2%, Huckabee (R) 11% &#160;<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=campaign2008kas.wordpress.com&amp;blog=2315201&amp;post=6&amp;subd=campaign2008kas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Iowa</h4>
<p>Obama (D) 28%, Clinton (D) 26.4%, Edwards (D) 22.1%<br />
<font size="4" face="Perpetua">Huckabee (R) 29.6%, Romney (R) 23.4%, Giuliani (R) 10.4%</font></p>
<h4 align="left">New Hampshire</h4>
<p align="left"><font size="5" face="Perpetua"><font size="4" face="Perpetua">Clinton (D) 33.4%, Obama (D) 25.4%, Edwards (D) 15.2%<br />
<font size="4" face="Perpetua">Romney (R) 32.4%, McCain (R) 17.2%, Giuliani (R) 16.2%, Huckabee (R) 11%</font></font></font></p>
<p align="left">&nbsp;</p>
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		<title>Topthema Immigration</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 10:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kasadmin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen - interne]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der im vergangenen Jahr gescheiterten Rentenreform von Präsident Bush bereitete der U.S. Senat am 28. Juni 2007 in einer Kampfabstimmung zur Einwanderungsreform einem weiteren Kernstück der legislativen Agenda des Weißen Hauses eine herbe Niederlage. Enttäuschend war für den US-Präsidenten insbesondere der Umstand, daß die von ihm propagierte Reform (u.a. verbesserter Grenzschutz, strikterer Umgang mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=campaign2008kas.wordpress.com&amp;blog=2315201&amp;post=5&amp;subd=campaign2008kas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der im vergangenen Jahr gescheiterten Rentenreform von Präsident Bush<br />
bereitete der U.S. Senat am 28. Juni 2007 in einer Kampfabstimmung zur Einwanderungsreform einem weiteren Kernstück der legislativen Agenda des Weißen Hauses eine herbe Niederlage. Enttäuschend war für den US-Präsidenten insbesondere der Umstand, daß die von ihm propagierte Reform (u.a. verbesserter Grenzschutz, strikterer Umgang mit &#8222;illegalen Einwanderern&#8220;, Möglichkeit für die ca. 12 Millionen &#8222;undokumentierten Arbeitnehmer&#8220; zur Erlangung der US-Staatsbürgerschaft) gerade  von der Basis seiner eigenen Partei abgeschmettert worden war. Seitdem ist das Thema Einwanderungsreform jedoch keineswegs aus der politischen Debatte verschwunden. Im Gegenteil: die Immigrations-Debatte ist seitdem teilweise so &#8222;vergiftet&#8220;, daß bereits vor einer zunehmenden Ausländerfeindlichkeit gewarnt wird. Analysten sprechen inzwischen von dem &#8222;Minenfeld&#8220; der Einwanderungsdebatte und vergleichen sie mit dem neuen &#8222;Third Rail&#8220; der amerikanischen Politik, der stromführenden Schiene, die bei Berührung den politischen Tod garantiert. Während sich jedoch die Reformpolitik selbst seit dem Scheitern des Einwanderungsgesetzes im Kongreß von der Bundesebene auf die Ebene der Bundesstaaten und Kommunen verlagert hat, flammt die Debatte über die Zukunft einer nationalen Reform im Präsidentschaftswahlkampf immer wieder auf.</p>
<h4>Der &#8222;Tancredo-Faktor&#8220; und der &#8222;Gänseblümchen -<br />
Moment&#8220;</h4>
<p>Niemand hat die Debatte zur Einwanderungsreform im Präsidentenwahlkampf nachhaltiger beeinflußt als Congressman Tom Tancredo, der als republikanischer Präsidentschaftskandidat Immigration zum zentralen Thema seiner Wahlkampagne machte. Gerade weil Tancredo keine Chancen hat, nominiert zu werden, genießt er seinen &#8222;Platz in der Sonne&#8220; und nutzt seine &#8222;politische Narrenfreiheit&#8220; dazu, seine demokratischen und republikanischen Rivalen in die Defensive zu drängen. So scheut sich Tancredo als Enfant Terrible der Einwanderungsdiskussion nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. Im Originalton seines Wahlkampfspots: &#8222;because someone needs to say it!&#8220; Bei ihm heißen die &#8222;undokumentierten Arbeitnehmer&#8220; (Sprachgebrauch der Demokraten) &#8222;die illegalen Einwanderer&#8220; oder kurz &#8222;aliens&#8220;. Seine Plattform zur Einwanderungsreform sieht nicht nur einen Grenzzaun an der US-Grenze mit Mexiko vor, sondern auch an der nördlichen Grenze zu Kanada. Die US-mexikanische Grenze will er, falls nötig, militarisieren, illegale Einwanderer will er aufspüren und deportieren lassen.</p>
<p>In einem jüngsten heißdiskutierten TV-Werbespot, der im ersten Vorwahlstaat Iowa ausgestrahlt wurde, brachte Tancredo das Thema nationale Grenzsicherung mit dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus in Verbindung. In dem TV-Spot stellt eine mit Kapuze bekleidete Person einen Rucksack in einem Einkaufszentrum ab. Die Kamera schwenkt zu einem blutüberströmten Kind und der Spot endet in einer lauten Explosion. Untertitel: &#8222;Offene Grenzen haben Konsequenzen über die 20 Millionen &#8222;aliens&#8220; hinaus&#8230;</p>
<p>Islamische Terroristen bewegen sich frei auf amerikanischem Boden; haßverzerrte Jihadisten sind hier um das zu tun, was sie in London, Spanien und Rußland getan haben.&#8220; Während Tancredo selbst meinte, daß dieser Wahlkampfspot &#8222;etwas zahm &#8220; sei , ziehen Wahlkampfbeoachter die Parallele zu der berühmten TV-Reklame von L.B. Johnson während des Kalten Krieges, in der die Fernsehzuschauer in den Pupillen eines Gänseblümchen pflückenden Mädchens die Pilzwolke der Atombombe explodieren sehen. Diese Art des Angstschürens (&#8222;fear mongering&#8220;) hat zum Ziel, die Päsidentschaftskandidaten zur Stellungnahme zu zwingen. Politikern, die nicht auf seine harte Linie einlenken, fehlt laut Tancredo das Rückgrat, denn &#8222;der Sumpf muss trocken gelegt werden&#8220; und zwar &#8222;bevor es zu spät ist.&#8220; Für Analysten ist der Erfolg der Tancredo-Strategie bereits jetzt ein Indiz dafür, daß das Thema Einwanderungsreform im Wahlkampf 2008 eine große Rolle spielen wird. Mit Tancredos Hilfe könnten prominente republikanische Präsidentschaftskandidaten mit dem Thema Einwanderung die Wahl gewinnen, indem sie einen Mittelweg (zwischen Präsident Bushs Reformvorschlägen und Tancredos Extrempolitik) finden, “der eigentlich gar nicht in der Mitte liegt”.</p>
<h4>Gefahr für beide Lager</h4>
<p>Vor diesem Hintergrund müssen die Präsidentschaftsanwärter beider Parteien einen Weg zwischen den Extrempositionen sowohl im republikanischen als auch im demokratischen Lager (z.B. Congressman Dennis Kucinich, ein wenig aussichtsreicher demokratischer Präsidentschaftskandidat hat vorgeschlagen, Spanisch als zweite Amtssprache in den USA einzuführen) finden. Dieser Weg birgt Gefahren für beide Seiten. Demokratische Präsidentschaftskandidaten, die alle grundsätzlich eine Art der umfassenden Einwanderungsreform (&#8222;comprehensive reform&#8220;) befürwortet haben, d.h. eine Reform, die den illegalen Zuwanderern einen Weg zur Staatsbürgerschaft ermöglichen würde, befinden sich auf einer Gratwanderung zwischen der traditionell demokratisch wählenden und am schnellsten anwachsenden Wählergruppe Amerikas, den &#8222;Hispanics&#8220;, und den ur-demokratischen Stammwählern aus den Reihen der Arbeiter (&#8222;blue collar workers&#8220;) und Gewerkschaften, aber auch der anderen Minderheit der USA: den Afro-Amerikanern. Blue collar workers und Afro-Amerikaner lehnen mehrheitlich den Zugang zur Staatsbürgerschaft für illegale Einwanderer ab. Für die republikanischen Präsidentschaftskandidaten, die seit Monaten die Reformdebatte auf das Thema &#8222;Grenzsicherung&#8220; konzentrieren und mit wenigen Ausnahmen das von den Demokraten unterstützte Reformvorhaben von Präsident Bushs &#8222;comprehensive reform&#8220; als &#8222;Amnestie&#8220; für illegale Kriminelle ablehnen, verläuft die Gratwanderung zwischen den Stammwählern der &#8222;law and order&#8220;- Befürworter sowie Unternehmern, die auf illegale Arbeitnehmer angewiesen sind, und der hispanischen Wählergruppe, um die Präsident Bush und sein politischer Stratege Karl Rove bei seinen Präsidentschaftskampagnen erfolgreich geworben hatte. Der Anti-Einwanderer-Rhetorik unter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten halten inzwischen immer mehr republikanische Insider deren Nachteile für die gesamte Partei entgegen: &#8222;Wir können nicht eine weiße männliche Sackgassen-Partei sein und überleben.&#8220; Zwar sei die verschärfte Rhetorik derzeit schick (&#8222;the thing to do&#8220;), aber: &#8222;Wir werden einen Preis dafür zahlen.&#8220; Für den in Kuba geborenen Senator Mel Martinez aus Florida, der als ranghöchstes hispanisches Kongreßmitglied der Republikaner und als Befürworter der Bu sh-Reformen auf &#8222;Stimmenfang&#8220; bei den Hispanischen Wählern gehen sollte, ging die harte Gangart  und Anti-Einwanderungsstrategie seiner Partei zu weit: zwar bleibt er weiterhin als Republikaner im Senat, packte jedoch symbolisch die Koffer, indem er aus Protest seine Führungsämter in der Parteizentrale der Republikaner niederlegte.</p>
<h4>Führerscheine als Achillesverse?</h4>
<p>Bis vor kurzem wähnten sich die demokratischen Präsidentschaftskandidaten mit ihrer allgemein als &#8222;pro-immigration&#8220; verstandenen Reformstrategie sicher. Spätestens seit der demokratischen Vorwahldebatte in Philadelphia am 30. Oktober zuckte jedoch die Partei zusammen, als Hillary Clinton bei der Beantwortung einer Wählerfrage zur  Vergabe von Führerscheinen an illegale Einwanderer mit zu vielen &#8222;Wenn und Aber&#8220; ins „Schleudern“ kam. Nach den Reaktionen ihrer demokratischen Rivalen, die diesen Ausrutscher der demokratischen „Front runnerin“ sofort nutzten, wurde deutlich, daß das Thema Einwanderungsreform zu einer Achillesverse im Vorwahlkampf werden könnte. Kurze Zeit später verkündete ihre Wahlkampfzentrale eine Klarstellung, die eine Kurskorrektur in Richtung &#8222;hardline&#8220; beinhaltete: Clinton lehne Führerscheine für illegale Einwanderer ab. Darüber hinaus zog sogar der demokratische Gouverneur des Bundesstaates New York, der allen Zuwanderern Zugang zu Führerscheinen ermöglichen wollte, seine Initiative zurück. Clintons Rivalen zeigten sich im Gegensatz zur demokratischen Spitzenkandidatin als liberaler und sprachen sich für Führerscheine für illegale Zuwanderer aus. Senator John Edwards zeigt bisher ein eher unklares einwanderungspolitisches Profil (ein vorsichtiges &#8222;Ja&#8220; zu Führerscheinen für illegale Einwanderer, aber nur wenn dies mit dem Zugang zur Staatsbürgerschaft verbunden ist), denn auch er will seine Basis bei den &#8222;working class&#8220;-Wählern im ersten Vorwahlstaat Iowa nicht verlieren. Senator Barack Obama, der sich nach dem Clinton-Fiasko ebenfalls schnell für Führerscheine für illegale Zuwanderer ausgesprochen hatte, versuchte, sich als Kandidat mit festen politischen Grundsätzen zu profilieren „Es besteht kein Zweifel daran, daß es Versuche geben wird, in dieser Frage auf den demokratischen Kandidaten einzuhauen.&#8220; Er warnt jedoch: &#8222;Wir müssen standhalten und dürfen nicht in die Defensive geraten.&#8220;</p>
<h4>Wettkampf der Falken</h4>
<p>Kein Präsidentschaftskandidat hat bisher einen höheren Preis für seine politischen Überzeugungen in der Einwanderungsfrage gezahlt als Senator John McCain. Als einer der wenigen führenden Republikaner hatte er sich mit hohem persönlichen Einsatz für die Verabschiedung des umfassenden Einwanderungsreformgesetzes im US-Senat engagiert. Häufig wird das Abrutschen McCains vom republikanischen Spitzenreiter auf Platz 4 oder 5 im Feld der GOP-Kandidaten nicht zuletzt auf diese &#8222;pro-immigration&#8220;-Politik des Senators zurückgeführt. Ein solcher &#8222;McCain Plunge&#8220; könnte auch Hillary Clinton in der Einwanderungsfrage drohen. Die beiden republikanischen &#8222;Frontrunner&#8220;, Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani und Ex-Gouverneur Mitt Romney, haben sich in den letzten Wochen indes einen &#8222;Wettkampf der Falken&#8220; geliefert, bei dem jeder Kandidat für sich beansprucht, in den vergangenen Amtszeiten eine härtere Anti-Einwanderungslinie verfolgt zu haben und im zukünftigen Präsidentenamt eine härtere Gangart gegenüber illegalen Einwanderern einschlagen zu wollen. Gegenseitig werfen sie sich vor, &#8222;weicher&#8220; auf der Immigrationsfront zu sein als ihr Rivale. Giuliani, der als New Yorker  Bürgermeister eher &#8222;immigrant-friendly&#8220; war, strengt sich jetzt an, mehr über Grenzzäune, fälschungssichere Personalausweise für Nichtbürger und Deportation für straffällige illegale Zuwanderer zu sprechen. Wie hoch diese Priorität ist, zeigt sich daran, daß Giuliani &#8222;das Beenden illegaler Einwanderung&#8220; als zweite seiner&#8220; 12 Verpflichtungen&#8220; als Präsident auflistet. Dagegen kontert Mitt Romney, Giuliani habe während seiner Amtszeit als Bürgermeister die Stadt New York zu einer Zuflucht für illegale Einwanderer verwandelt, er habe New York den Status einer &#8222;sanctuary city&#8220; gegeben.</p>
<h4>Vorwahlkampfschlacht: &#8222;Sanctuary City&#8220; vs. &#8222;Sanctuary Mansion&#8220;</h4>
<p>Wie explosiv das Schlagwort &#8222;sanctuary&#8220; inzwischen in der amerikanischen Einwanderungsdiskussion geworden ist, zeigte die jüngste CNN/YouTube-Debatte der republikanischen Präsidentschaftskandidaten in Florida am 28. November, in der der Ausdruck geradezu zum &#8222;dirty word&#8220; geworden ist. Wenige Wochen vor den ersten Vorwahlen im Bundesstaat Iowa, wo Romney seit Monaten einen deutlichen Vorsprung vor Giuliani verbuchen konnte, attackierten sich die beiden republikanischen Vorreiter in einem harten Schlagabtausch, in dessen Verlauf Mitt Romney dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister wieder das Wort &#8222;sanctuary city&#8220; entgegenschleuderte. Darauf startete dieser die Gegenattacke: Der ehemalige Gouverneur habe an seinem Haus illegale Gartenarbeiter beschäftigt, Romney unterhalte eine &#8222;sanctuary mansion&#8220;. Prompt konterte Romney mit dem Vorwurf gegen Giuliani, er wolle Amerika in einen Spitzelstaat verwandeln: &#8222;Schlagen Sie etwa vor, Herr Bürgermeister, daß Sie, wenn Sie eine Firma zu einer Dienstleistung beauftragen, dafür verantwortlich sind, deren Angestellte zu überprüfen, besonders diejenigen, die anders aussehen mögen oder nicht denselben Akzent haben wie Sie, und diese nach ihren Papieren zu fragen? – Ich glaube nicht, daß das die amerikanische Art ist.&#8220; In diesem Wahlkampfklima gibt es gleichwohl auch republikanische Präsidentschaftskandidaten, die sich gegen den Druck der Hardliner aus der Basis stemmen. Ganz außer Frage steht, daß für alle Republikaner die Grenzsicherung an oberster Stelle steht. Die GOP-Kandidaten unterscheiden sich jedoch insbesondere in der Frage einer möglichen Staatsbürgerschaft für die rund 12 Millionen illegalen Einwanderer. Wenn also John McCain und Rudy Giuliani die Staatsbürgeroption in ihrem Wahlkampf befürworten, dann tun sie das sehr vorsichtig und nachdem sie beteuert haben, daß die Grenzsicherung zuerst kommt. Unter den aussichtsreichen Kandidaten der Republikaner bleibt Senator McCain der einzige, der es wagt, die Amerikaner daran zu erinnern, daß das Problem der illegalen Einwanderung in Zukunft mit Zäunen und Grenzschützern allein nicht gelöst und der Bedarf an Gastarbeitern nicht gedeckt werden könne. Er scheut sich sogar nicht davor, seine Landsleute dazu aufzurufen, das Thema von einer menschlichen Seite anzugehen: &#8222;Und wir müssen uns als Amerikaner hinsetzen und einsehen, daß dies auch alles Gottes Kinder sind.&#8220; Ein Indiz dafür, daß Wähler die politische Grundsatztreue und Charakterstärke eines Präsidentschaftskandidaten auch honorieren, ist der deutliche Zuwachs an Popularität für den ehemaligen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee. In der CNN/You Tube-Debatte verteidigte der Südstaat-Republikaner seine Unterstützung für ein Gesetz, das Kindern von illegalen Zuwanderern den Universitätszugang unter gleichen Bedingungen wie Landeskindern (&#8222;in-state tuition&#8220;) ermöglicht. Als Romney seinem Parteikollegen vorwarf, sich wie ein &#8222;Liberaler aus Massachusetts&#8220; zu verhalten, entgegnete Huckabee: &#8222;Wir sind ein besseres Land als daß wir Kinder für das bestrafen, was ihre Eltern getan haben.&#8220; Von den Zuhörern der Debatte erntete der Republikaner Applaus, von den Wählern Iowas Zustimmung. Mike Huckabee, dem bisher kaum jemand echte Erfolgschancen gab, liegt seit der TV-Debatte in Umfragen zum ersten Mal mit einem knappen Vorsprung vor Romney und ist damit der neuste Frontrunner der Republikaner im ersten Vorwahlstaat der US-Präsidentschaftswahlen.</p>
<h4>Ausblick: Schlüsselrolle der hispanischen Wähler</h4>
<p>Die Rolle der hispanischen Wähler kann im Präsidentenwahlkampf 2008 kaum überschätzt werden, da der &#8222;hispanische Wählerblock&#8220; in den letzten Jahren enorm gewachsen ist: von 4 Prozent aller Wähler im Jahr 1992 hin zu 8,5 Prozent im Präsidentenwahlkampf 2004. Hinzu kommt, dass viele dieser &#8222;hispanic voters&#8220; in den &#8222;Swing States&#8220; wohnen, z.B. in Arizona, Colorado, Nevada und Florida, Staaten, in denen Präsident Bush seine letzte Präsidentenwahl nur knapp gewann. Der jüngste Bericht eines demokratisch-orientierten Think Tanks, &#8222;Hispanics Rising&#8220;, konstatiert eine dramatische Wende bei hispanischen Wählern. Während 2004 noch 40 Prozent dieser Wählergruppe für die Republikaner stimmten, waren es 2006 lediglich noch 30 Prozent. Wahlanalysten und besorgte Republikaner beobachten diesen Trend mit großer Aufmerksamkeit und haben ihn als &#8222;free ride&#8220; und Goldgrube (&#8222;electoral gold&#8220;) für die Demokraten bezeichnet. Angesichts der Tatsache, daß laut Umfragen die Mehrheit der Amerikaner einen Weg für illegale Zuwanderer zur Staatsbürgerschaft befürworten, wundert es nicht, daß republikanische Insider ihre Partei zur Besinnung aufrufen und warnen , daß die Präsidentschaftswahl 2008 nicht ohne die hispanischen Wähler gewonnen werden könne. Hinzu kommt, daß das Thema &#8222;Immigration&#8220; für unabhängige Wähler und Republikaner wichtiger ist als für Demokraten. Ein weiteres Argument dafür, daß beim Thema &#8222;Einwanderung&#8220; insbesondere die Swing States auf dem Spiel stehen. Wenn es den Demokraten gelingen sollte, zu verhindern, daß das Thema &#8222;Einwanderung&#8220; zum &#8222;wedge issue&#8220; ihrer Partei wird, das ihre Basiswähler gegen den hispanischen Wählerblock ausspielt, und die Hardliner im republikanischen Lager zum Aktivieren ihrer Basis weiterhin die &#8222;Crackdown&#8220;-Strategie auf Kosten der hispanischen Wähler verfolgen, könnte das Thema &#8222;Einwanderung&#8220; in der Tat eine Schlüsselrolle im Präsidentschaftswahlkampf 2008 spielen.</p>
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		<title>Frontrunners no longer frontrunners?!</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 10:00:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 3. Januar 2008 (also in rund drei Wochen) werden die Demokraten und Republikaner in Iowa für ihre jeweiligen Präsidentschaftskandidaten stimmen &#8211; und fast alles ist noch offen. Die Bedeutung dieser Vorwahl bzw. des Caucus ist nicht zu unterschätzen: Entweder wird Hillary Clinton in Iowa zur Demokratischen Präsidentschaftskandidatin gekrönt oder aber es eröffnet sich für [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=campaign2008kas.wordpress.com&amp;blog=2315201&amp;post=4&amp;subd=campaign2008kas&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Januar 2008 (also in rund drei Wochen) werden die Demokraten und Republikaner in Iowa für ihre jeweiligen Präsidentschaftskandidaten stimmen &#8211; und fast alles ist noch offen. Die Bedeutung dieser Vorwahl bzw. des Caucus ist nicht zu unterschätzen: Entweder wird Hillary Clinton in Iowa zur Demokratischen Präsidentschaftskandidatin gekrönt oder aber es eröffnet sich für Senator Obama oder den ehemaligen Senator Edwards eine Chance, der Senatorin trotz ihres finanziellen, organisatorischen und politischen Vorsprungs die nationale Spitzenreiterposition streitig zu machen.</p>
<p>Bei den Republikaner musste Mitt Romney dabei zusehen, wie der ehemalige Gouverneur Mike Huckabee im letzten Monat ihn nicht nur in Iowa von seiner Spitzenreiterposition verdrängt hat, sondern mittlerweile auch auf nationaler Ebene zum Frontrunner Rudy Giuliani aufschließt. Damit scheint es einen neuen anti-Giuliani-Kandidaten zu geben, hinter dem sich zumindest die Sozial-Konservativen der Republikaner sammeln könnten.</p>
<h4>Could it really be Obama?</h4>
<p>Auch wenn Senator Barack Obama in den letzten zwei Monaten von der Schwäche Senator Clintons auf nationaler Ebene noch nicht profitieren konnte, so kann er auf beeindruckende Umfrageergebnisse in den frühen Vorwahlstaaten verweisen. Gerade in ersten Vorwahlstaat Iowa liegt er seit über zwei Wochen in mehreren Umfragen vorn, auch wenn der Vorsprung sich noch im statistischen Unschärfebereich bewegt. Die ehemals unbesiegbar erscheinende Senatorin Hillary Clinton gibt sich jedoch auch weiterhin absolut siegessischer. Das ist nicht unbedingt überraschend, gilt sie doch allgemein sowohl auf nationaler als auch regionaler Ebene immer noch als die aussichtsreichste Demokratische Kandidatin. Dagegen wird Senator Obama von Wählern bevorzugt, die den Wechsel suchen.</p>
<p>Klar ist jedoch, dass Senator Obama (bzw. der ehemalige Senator John Edwards) gerade in Iowa siegen muß, um auch in den anderen Vorwahlstaaten und dann auf nationaler Ebene siegen zu können. Momentan sind die Umfragewerte der Senatorin gerade in den frühen Vorwahlstaaten von Iowa, New Hampshire und South Carolina gesunken, jedoch konnten weder Obaman noch Edwards genug davon profitieren, um sich mit erkennbarem Vorsprung an die Spitze zu setzten. Daher muß Obama (oder Edwards) in Iowa punkten, um Clinton ernsthaft in Gefahr zu bringen.</p>
<p>Ein klarer Erfolg der Senatorin in Iowa hingegen würde wohl das Ende vor allem für John Edwards bedeuten, der alles auf die Karte „Iowa“ gesetzt hat. Er könnte allerdings davon profitieren, dass Iowas Caucus ein Auswahlprozess mit mehreren Wahlgängen ist. Kandidaten, die im ersten Wahlgang weniger als 15 Prozent der Stimmen erhalten, werden im nächsten Wahlgang ausgeschlossen. Laut Umfragen könnte gerade Edwards von diesen Zweitstimmen (z. B. der Anhänger Senator Bidens und Gouverneur Richardsons) profitieren, die je nach Umfrage insgesamt bis zu 25 Prozent der Stimmen ausmachen können.</p>
<p>Interessant bleibt auch, inwiefern Senator Obama jugendliche und weibliche Wähler motivieren kann. In der vergangenen Woche wurde er dafür kritisiert, dass er Collegestudenten dazu aufrief, am Iowa Caucus teilzunehmen, auch wenn diese aus einem anderen Bundesstaat kommen. Das würde zwar den Regeln entsprechen, wurde allerdings von Senator Clintons Team als „Manipulation“ bezeichnet. Die Senatorin kann dagegen vor allem auf die Stimmen der über 55-jährigen zählen, die erfahrungsgemäß von allen Bevölkerungsgruppen am aktivsten wählen (und sich auch nicht von Iowas kaltem Winterwetter davon abhalten lassen).</p>
<p>Letztes Wochenende versuchte Obama dann auch mit dem ersten Staraufgebot in diesem Wahlkampf zu trumpfen: die beliebte Talkmasterin Oprah Winfrey ging mit Obama “auf Tour” durch Iowa, New Hampshire und South Carolina, wo sie Stadien mit tausenden Fans füllte. Ob diese dann auch zu den Vorwahlen kommen und für Obama stimmen werden, bleibt offen, da gerade Frauen nicht zu den Stammwählern bei Vorwahlen zählen. Es ist aber damit zu rechnen, daß sich knapp 40 Prozent der Wähler erst nach Weihnachten „richtig“ mit den Vorwahlen beschäftigen und ihre Entscheidung treffen werden.</p>
<h4>An anti-candidate for every candidate</h4>
<p>Nachdem der ehemalige Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney in den letzten neun Monaten Millionen seines eigenen Vermögens in seine Wahlkampfmaschine in Iowa und den anderen frühen Vorwahlstaaten investiert hat, mußte dieser nun fast ohnmächtig mitansehen, wie der Baptistenpfarrer und ehemalige Gouverneur von Arkansas Mike Huckabee ihm seine Spitzenposition in Iowa streitig macht und mittlerweile sogar auf nationaler Ebene an zweiter Stelle liegt.</p>
<p>Damit droht Huckabee, Romneys Kandidatur zu torpedieren, da dieser darauf gesetzt hatte, seine relative nationale Unbekanntheit im Vergleich zu Spitzenreiter Rudy Giuliani durch Siege in den frühen Vorwahlstaaten zu verbessern. Giulianis Strategie wiederrum beruhte von Anfang an auf Erfolgen in den Vorwahlen in weniger konservativen Bundesstaaten wie Florida, Kalifornien und New York. Diese Staaten stellen zwar aufgrund ihres hohen Bevölkerungsanteil eine entsprechend große Zahl von Delegierten, ihre Vorwahlen finden jedoch erst später (5. Februar) statt und erlauben es damit anderen, weniger bekannten Kandidaten, sich mit Wahlsiegen in den früheren Vorwahlstaaten gegenüber dem nationalen Spitzenreiter Giuliani zu profilieren.</p>
<p>Huckabees Bestreben Romney als “anti-Giuliani”-Kandidat der Sozial-Konservativen mit einem Wahlsieg in Iowa zu beerben, kann allerdings auch äußerst hilfreich für Giuliani werden. Es gibt damit nicht nur einen weiteren „anti-Giuliani“-Kandidaten, der die konservative Front spaltet, sondern schwächt gerade jenen Kandidaten, der über die finanziellen und organisatorischen Mittel verfügt, eine ernsthafte Bedrohung für Giuliani zu werden. Huckabee hat momentan weder das Geld, aber vor allem nicht die Wahlkampfmaschine, um in den anderen Vorwahlstaaten nach Iowa mit Erfolgen punkten zu können.</p>
<p>Auch ist nicht klar, dass es sich bei Huckabees momentanem Erfolg als anti-Romney-Kandidat nicht um eine Phase handelt, in der sowohl die Medien als auch die Öffentlichkeit den neuen Kandidaten zwar zuerst umarmen, um ihn jedoch nach genauerer Begutachtung wieder fallen zu lassen. Bisher war Huckabee von Romney nicht aggressiv attackiert worden, um ihm nicht zusätzliche Aufmerksamkeit zu schenken bzw. ihn als Gegenkandidaten zu legitimieren. Mittlerweile kann Romney aber nicht umhin, den Zwei- in einen Dreikampf mit Giuliani und nun auch Huckabee zu verwandeln. Huckabees Positionen zu Steuern, illegalen Einwanderern und der Außenpolitik bieten zumindest genug Angriffsflächen.</p>
<p>Als ob es nicht schon problematisch genug für die Republikanische Partei wäre, einen allseits akzeptierten Spitzenkandidaten zu finden, so kann der Ausgang der Vorwahl der Demokraten in Iowa diese Suche weiter komplizieren. Die nächste wichtige Vorwahl nach Iowa ist jene in New Hampshire am 8. Januar. Das Wahlverfahren der New Hampshire Primary unterscheidet sich von Iowa hauptsächlich darin, dass es den knapp 40 Prozent an unabhängigen Wählern (die sich nicht als Republikaner oder Demokraten registriert haben) erlaubt ist, entweder in der Demokratischen oder Republikanischen Primary teilzunehmen. Ein Wahlsieg Clintons in Iowa würde wahrscheinlich ihrer Krönung gleichkommen und daher unabhängige Wähler veranlassen, in der Republikanischen Primary teilzunehmen. Diese unabhängigen Wähler könnten sich in New Hampshire allerdings nicht nur gegen Huckabee und Romney, sondern auch gegen Giuliani entscheiden und stattdessen für ihren ehemaligen Favoriten aus dem Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2000 stimmen – Senator John McCain. Ein Wahlsieg Obamas in Iowa hingegen würde Unabhängige der Demokratischen Primary von New Hampshire zuführen und damit wahrscheinlich Romney oder Huckabee helfen.</p>
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